Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sieht seine öffentliche Entschuldigung für mögliche Fehler zu Jugendzeiten auch im Nachhinein als richtig und notwendig an.
In einer Talk-Sendung mit den Landtags-Spitzenkandidaten im BR Fernsehen ging er am Mittwochabend aber nicht auf die Frage ein, für was genau und für welchen „Mist“ in der Schulzeit er sich nun genau entschuldigt habe.
„Dass als Jugendliche viele junge Menschen Mist gebaut haben, glaube ich, will niemand abstreiten“, sagte er. „Und es waren ja eine Vielzahl an Vorwürfen bis hin zu geschmacklosen Witzen und so weiter, wo ich ehrlicherweise eingestehen muss, dass ich nach knapp 40 Jahren im Detail nicht mehr weiß, wer wann welchen Witz erzählt hat, ob ich mitgelacht oder selber einen erzählt hab.
„Einige haben gesagt: Wofür entschuldigst du dich überhaupt“, sagte der Freie-Wähler-Chef. Ansonsten hätte es aber dann geheißen: „Warum entschuldigt er sich nicht. Wenn er sich zu wenig entschuldigt, ist's schlecht, wenn er sich zu viel entschuldigt... – also ok, wie man's macht, ist's falsch.“ Es sei jetzt aber auch „ausreichend viel dazu gesagt“.
„Natürlich waren das jetzt turbulente Zeiten“, sagte Aiwanger. „Dass Frau Knobloch hier nicht am Telefon hopplahopp eine Entschuldigung annimmt, das kann man überhaupt ja nicht erwarten. Ich hab' mich entschuldigt, und sie hat das weder aktiv zurückgewiesen noch angenommen, sondern einfach so im Raum stehen gelassen.“ Es sei „logisch“, wenn Knobloch sage, dass man bei passender Gelegenheit nochmal vertieft darüber rede.
Aiwanger hatte vor zwei Wochen zunächst schriftlich zurückgewiesen, zu Schulzeiten ein antisemitisches Flugblatt geschrieben zu haben, über das die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet hatte. Gleichzeitig räumte er ein, es seien „ein oder wenige Exemplare“ in seiner Schultasche gefunden worden. Kurz darauf erklärte sich sein Bruder zum Verfasser des Pamphlets. In der Folge wurden immer mehr Vorwürfe zu Aiwangers damaligem Verhalten erhoben.
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