Der scheidende Bezirkshauptmann sprach mit der NÖN über sechs Jahre in Gmünd, Energie, eine starke Marke und Potenziale.
NÖN: Es hat doch einige verwundert, dass Sie die Bezirkshauptmannschaft Gmünd in Richtung Horn verlassen. Fällt der bevorstehende Abschied zum 1. März schwer?Es fällt mit jedem Tag schwerer, umso näher der Termin rückt. Als es im Sommer um die Entscheidung ging, ist es mir noch relativ leicht gefallen: Ich habe vor allem die wegfallende Fahrtstrecke gesehen.
Mir war es immer wichtig, Situationen zu erkennen, in denen man als BH unterstützen kann. Das kommt automatisch, wenn man die Aufgabe mit Begeisterung macht. Bis dato war für mich kein Tag belastend. Thema Energiekrise: Der Photovoltaik-Ausbau läuft auch im Bezirk, aber aus Windkraft-Visionen wurde bislang nichts. Am konkretesten war ein Projekt im Raum Amaliendorf-Aalfang. Die BH lehnte 2017 den Antrag der WEB zur naturschutzbehördlichen Bewilligung ab. Denken Sie, dass es unter heutigen Gesichtspunkten anders wäre?Nein, denn hier geht es um die größte Seeadler-Population Österreichs mit 30 Brutpaaren.