Nach Sturm auf den Kongress: Brasilien sucht seine Schuldigen
zu Trumps ehemaligem Chefstrategen Steve Bannon hat. Die Attacken wirken da fast wie eine Neuinszenierung, zwei Jahre und zwei Tage nach dem Sturm auf das US-Kapitol.
Und doch gibt es wichtige Unterschiede: Die Angreifer wählten einen Sonntag und trafen im Regierungsviertel auf menschenleere Gebäude. Politisch hatten sie keinerlei konkrete Ziele - die Amtsübergabe an den neuen Präsidenten Lula war bereits seit einer Woche vorüber. Bolsonaro hat die Ausschreitungen nicht unterstützt und ist außerdem seit zwei Wochen in den USA. Ihm dürften die Ausschreitungen wenig gebracht haben.
"Was wir am Sonntag gesehen haben, hat es so vorher noch nicht gegeben in Brasilien", sagte der Politikwissenschaftler Cláudio Couto von der Stiftung Getúlio Vargas der BBC. Zwar sei das Regierungsviertel schon 2013 und 2017 Ort von gewalttätigen Protesten gewesen. Aber damals hätten sich die Proteste gegen einzelne politische Maßnahmen gerichtet. "Dieses Mal war es ein Attentat gegen die Demokratie an sich.
In Rio forderten sie auf dem zentralen Platz Cinelândia eine harte Bestrafung der Randalierer und skandierten "Keine Amnestie!" für Bolsonaro und seine Mitstreiter. Im Gespräch mit einzelnen Demo-Teilnehmern zeigte sich ein differenzierteres Bild."Ich glaube nicht an die Forderung 'Keine Amnestie!'", sagt zum Beispiel der 65-jährige Rentner Alexandre Pereira am Rand der Demo.
"Der Bolsonarismus ist größer als Bolsonaro", so Ludmila, "vielleicht wird der Ex-Präsident jetzt von diesen Ereignissen verschluckt werden." Aber der Bolsonarismus als rechtsextreme Bewegung in Brasilien wird bleiben. Deswegen seien harte Strafen wichtig. Auch sie habe viele Bolsonaro-Fans in ihrer Familie. Aber es gehe nicht nur um Meinungsunterschiede und soziale Fragen. Es gehe darum, ob man die Demokratie respektiert.
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