Der Lyriker und Romancier Lutz Seiler erhält den Georg-Büchner-Preis. Nun wird vor allem seine hervorragende Dichtkunst ausgezeichnet.
Am Anfang dieses literarischen Werks steht die Lyrik. So beginnt die Begründung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Lutz Seiler in diesem Jahr mit dem Georg-Büchner-Preis auszuzeichnen, auch mit einem Verweis auf dessen lyrisches Werk.
Die Pandemie ist dabei genauso Thema wie die Aufklärung; oft geht es ums Lernen und literarische Schreiben, um den Menschen in der Natur und seine Verstrickungen in familiären und gesellschaftlichen Beziehungen. Sauerampfer im Knochenpark Nicht immer lassen sich die Analogien und Verweise in seiner Lyrik leicht nachvollziehen. Manchmal müssen Seilers Zeilen mehrfach gelesen werden, zuweilen hilft ein Anmerkungsapparat, der dann über seltsame Orte in Gera aufklärt, zum Beispiel über den sogenannten Knochenpark, der einst Friedhof war und später geheime Ecken für Jugendliche bot: „gleich nach der schule, eigentlich / an jedem stillen nachmittag / waren wir im knochenpark.
Naturmotive und Erinnerungen Demütig ist der Dichter gegenüber der Sprache, ohne sich irgendwelchen Regeln zu unterwerfen. Vielleicht hat sich Seiler auch deshalb für Kleinschreibung und freie Verwendung der Satzzeichen entschieden. Dass nach Gedichten, die Prometheus-Bilder durchspielen und Themen der Aufklärung behandeln, die schöne, beruhigende und beschädigte Natur im Mittelpunkt steht, erscheint nur folgerichtig.
Mit ihren Landsleuten, die aus der DDR fliehen, haben Edgar Bendler und Alexander Krusowitsch nur wenig zu tun. Denn die beiden Aussteiger wollen eigene Vorstellungen einer inneren Freiheit realisieren, gründen eine Art Geistesenklave. „Poesie war Widerstand“, heißt es in „Kruso“, und eine solche Beschwörungsformel kam gut an bei der Literaturkritik, die endlich den großen Wenderoman lesen durfte, den sie jahrelang gefordert hatte.
Jetzt aber wird nicht mehr geschlafen, jetzt wird für eine bessere Welt gekämpft, zumindest der Freiraum genutzt, der die scheinbar regellose Übergangszeit bot. Carls Fähigkeiten als Maurer werden gebraucht, zum Schreiben kommt der Dichter kaum, aber das macht nichts, denn das Leben selbst fühlt sie wie Literatur an.
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