Österreich zählt bei der Teilzeitarbeit zur Europa-Spitze. Der Wirtschaftsminister will das ändern - zurecht. Mit Strafmaßnahmen wird der Wandel aber nicht gelingen. Story von bauer_gernot
Die Ausgangssituation: Laut Statistik Austria lebten am 1. Jänner 9.106.126 Menschen in Österreich, 127.197 Personen mehr als im Jahr davor. Von diesen 9,1 Millionen Einwohnern sind 4,3 Millionen Erwerbstätige, worunter der Volksmund die „arbeitstätige Bevölkerung“ versteht. Unter den Erwerbstätigen sind nach Daten aus 2021 3,8 Millionen unselbstständig Beschäftigte.
Nun ist das in normalen Zeiten für den Arbeitsmarkt kein Problem. „Normal“ heißt, dass sich der Arbeitsmarkt halbwegs in Balance befindet. Die Arbeitgeber finden genug Arbeitnehmer – und umgekehrt. Aus dem Gleichgewicht ist der Arbeitsmarkt, wenn die Arbeitslosigkeit hoch ist – was derzeit in Österreich nach einem starken Anstieg 2020, im ersten Jahr der Corona-Krise, erfreulicherweise nicht der Fall ist.
Messbar wird dieses Problem an der Zahl der Erwerbstätigen, also Unselbstständigen und Selbstständigen. „Die Erwerbspersonenzahl stagniert trotz wachsender Bevölkerung“, sagte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas im Dezember. Das liegt vor allem an der zunehmenden Alterung der Bevölkerung. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt bei Männern 78,9 Jahre, ein Plus von 16,5 Jahren seit 1951.
Martin Kocher ist liberal ausgerichteter Volkswirtschaftsprofessor mit dem Spezialfach Verhaltensökonomie. Diese Disziplin erforscht unter anderem, warum sich Menschen über Verluste mehr ärgern, als über Gewinne in gleicher Höhe freuen. Aus dieser allzu menschlichen „Verlustaversion“ schließen die Verhaltensökonomen, dass das Unsinnigste, was man als Politiker tun kann, darin besteht, Menschen etwas wegzunehmen.
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