Der Berlinale-Film Superpower von SeanPenn ist eine Echtzeitreportage über den Kriegsbeginn - und eine Liebeserklärung an die Ukraine und ihren Präsidenten, sagt die rbb|24-Filmkritikerin
Audio: rbb24 Inforadio | 18.02.2023 | Silke MehringEigentlich wollte Sean Penn ein Porträt von Selenskyj drehen. Während der Dreharbeiten startete die russische Invasion. Entstanden ist eine Echtzeitreportage über den Kriegsbeginn - und eine Liebeserklärung an die Ukraine und ihren Präsidenten.
Eigentlich wollten die beiden ein Porträt über einen Präsidenten machen, der früher mal Schauspieler und Komiker war, Wolodymyr Selenskyj eben. Lustig wurde es dann aber nicht, die Realität holte die Idee ein. Denn zufällig war das Drehteam am 24. Februar in Kiew - und damit "at the center of the universe", wie es Penn nannte.
Es ist viel Bewegung in "Superpower" – und immer wieder steht Sean Penn selbst im Fokus: Wie er mit Zigarette in der Hand durch Kiew irrt, mit den Menschen spricht, einen Rollkoffer durch Autoschlangen mit Flüchtenden schiebt, zerbombte Wohnungen besucht und sich sogar mit schusssicherer Weste bis in den Schützengraben vorwagt. Wackelige Bilder mit Handkamera und Handy entstehen, Musik mit treibenden Beats liegt unter den Szenen.
Trotz oder gerade, weil er ihn geradezu heldenhaft verehrt und überhöht, nimmt man Sean Penn ab, wie sehr ihn das Schicksal des ukrainischen Präsidenten bewegt: "Es ist sehr persönlich geworden, denn gleich am Anfang war klar: Dieser Präsident und seine Familie sind die Zielscheibe Nummer Eins. Es hat mich sehr betroffen gemacht, dass wir diesen Menschen, der mir das Gesicht des Mutes gezeigt hat, vielleicht nicht lebend wiedersehen.
"Superpower" ist eigentlich eher eine Liebeserklärung an Selenskyj und die Ukraine geworden als ein Film über den Krieg. Die große Aufmerksamkeit, die der Film erfährt, ist vermutlich der Bekanntheit und dem Einfluss von Sean Penn zu verdanken, kommt aber genau zur richtigen Zeit. Politisch Neues erfahren die Zuschauer:innen nicht. Dafür bekommen sie eine extrem persönliche Perspektive präsentiert – für Sean Penn ist sie die einzig wahrhaftige.
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