In seinem Wettbewerbsfilm taucht Timm Kröger tief in die Filmgeschichte ein. Beim Filmfest Venedig spricht der deutsche Regisseur über seine Inspirationen.
Der in Schwarz-Weiß gehaltene Thriller spielt Anfang der 1960er Jahre in den Schweizer Alpen. Dorthin reist der Doktorand Johannes Leinert mit seinem Doktorvater zu einem Physiker-Kongress. Doch einmal im Hotel angekommen geschehen mysteriöse Dinge. Der Kongress findet nicht statt, weil der Hauptredner ausfällt. Ein deutscher Physiker stirbt unter rätselhaften Umständen. Und taucht plötzlich wieder auf.
Ganz im Stil Hitchcocks kreiert Kröger in seinem sehr stilisierten Film mit bewährten Mitteln eine unheilvolle Atmosphäre. Starke Kontraste zwischen Licht und Schatten sorgen für Unruhe, dramatische Orchester-Filmmusik erzeugt Spannung. Dazu kommt eine Femme Fatale, wie man sie aus Filmklassikern des Noir-Genres kennt.
Nur die Eingangsszene des Films ist in Farbe. Das Publikum sieht einen älteren Johannes in einer Fernsehsendung sitzen und sein Buch vorstellen. Es ist"Die Theorie von allem", in der er über seine Erlebnisse 1962 im Schweizer Bergdorf schreibt. Er entwirft darin die"Vielweltentheorie", wie er erklärt: Die Theorie, dass es Multiversen gibt - also andere Welten, die neben unserer existieren. Damit lässt sich am Ende einiges deuten, was im Film passiert.
Kroeger, der aus Itzehoe stammt und inzwischen in Berlin lebt, arbeitet auch als Kameramann. In dieser Funktion war er etwa an Sandra Wollners viel gelobtem Film"The Trouble with Being Born" beteiligt. Kröger war bereits 2014 Gast in Venedig. Damals lief"Zerrumpelt Herz", sein Studienabschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg, in einer Nebenreihe.
Wie auch jener Film spielt"Die Theorie von allem" in der deutschen Vergangenheit. Vordergründig handelt der Thriller von Physik und Paranoia. Am Rande geht es aber auch um die deutsche Geschichte und das Erbe des Nationalsozialismus.
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