Im Gespräch erklärt Gysi, warum er an eine Zukunft der Linken glaubt, welchen Vorwurf er Sahra Wagenknecht macht und wieso er nicht Fraktionschef werden kann.
Ist Sahra Wagenknecht allein schuld an dieser existenziellen Krise der Linken? Bei einigen Äußerungen Ihrer Parteifreunde könnte man das glauben.
Ach, Quatsch. Nichts liegt allein an einer Person. Es gibt sehr viele junge Parteimitglieder, die natürlich einen ganz anderen Bezug zur Linken haben als die älteren. Da gab es zu wenig Verständigung, was an beiden Seiten liegt. Und es gab in den vergangenen Jahren auch zu wenig Interesse an den Interessen und Sorgen der Arbeitnehmer, von Angestellten etwa. Derweil haben wir uns vor allem auf Hartz-IV-Empfänger konzentriert, auf Obdachlose und Flüchtlinge.
war ihr gutes Recht. Vieles darin stimmt ja auch. Aber das muss man nicht wenige Monate vor einer Bundestagswahl machen, wie damals im April 2021. Vor allem, wenn es nur um Kommerz geht, weil es sich zu diesem Zeitpunkt halt besonders gut verkauft. Sie war damals selbst Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen. Und dann erklärt sie in ihrem Buch, dass ihre eigene Partei nichts taugt.Dieses ständige Gerede davon schadet uns natürlich auch.
Beobachten Sie, dass das Umfeld von Wagenknecht versucht, aktiv Mitglieder und Funktionäre auf seine Seite zu ziehen? Das ist so. Wahrscheinlich auch mit einem begrenzten Erfolg. Nur werden die Alten nicht gehen, bis auf einige wenige vielleicht. Gerade diese Mitglieder sind wichtig, sie sind der Kern der Linken. Einige Funktionäre wiederum drängen darauf, dass Sahra möglichst bald austritt. Dahinter steckt allerdings der naive Gedanke, dass es uns besser erginge, sobald Ruhe herrschte. Ein Irrglaube.
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