Seit 1949 prangert der Bund der Steuerzahler Verschwendung von Staatsgeldern an. Ein Gutachten kommt jetzt zu dem Schluss: Der Verein wird zu Unrecht als gemeinnützig eingestuft – weil er sich stark »politisch betätigt«.
Campact-Vorstand Felix Kolb nahm das Gutachten zum Anlass, vor einer »Zweiklassen-Zivilgesellschaft« in Deutschland zu warnen. »Während konservative und neoliberale Vereine wie der Bund der Steuerzahler weiter als gemeinnützig gelten, bangen viele demokratiefördernde Vereine um ihre Gemeinnützigkeit«, sagte Kolb dem RND. »Dass in einem Rechtsstaat wie Deutschland so eklatant mit zweierlei Maß gemessen wird, ist absolut inakzeptabel.
In den vergangenen Jahren war unter anderem der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes , der globalisierungskritischen Organisation Attac sowie Campact selbst die Gemeinnützigkeit entzogen worden. Kolb forderte eine umfassende Reform des Gemeinnützigkeitsrechts. Ziele wie »Engagement zu Grund- und Menschenrechten, Demokratie, Antidiskriminierung, sozialer Gerechtigkeit und Frieden« müssten »endlich gemeinnützig« werden. Zudem müsse es »gesetzlich erlaubt sein, dass ein Sportverein auch mal zu einer Demonstration gegen Rassismus aufrufen oder ein Karnevalsverein Betroffenen von Naturkatastrophen helfen darf«, forderte Kolb.
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