Zwischen Hamburg und Hannover soll keine neue Bahnstrecke gebaut werden. Dass sich die die Neubau-Gegner:innen durchgesetzt haben, ist ein Debakel.
Not in my backyard: Protestkreuze gegen den Trassenbau zwischen Hamburg und Hannover Foto: Jonas Walzberg/dpa
Und dass der Ausbau des Bahnverkehrs nicht ausschließlich darauf fokussiert sein sollte, superschnelle ICE-Strecken zu schaffen, stimmt absolut – da hat die Denkfabrik Bürgerbahn vollkommen recht. Der Regionalverkehr und die bestehenden Strecken können auch elementar dazu beitragen, dass es mit dem Deutschland-Takt eines Tages klappt. Dennoch: Dass sich die Neubau-Gegner:innen samt ihrer Not-In-My-Backyard-Fraktion durchgesetzt haben, ist katastrophal für die Verkehrswende.
Und dann der Güterverkehr: Was im Hamburger Hafen auf dem Schiff ankommt und auf den Güterzug geworfen wird, geht schon jetzt vor allem auf dieser Strecke gen Süden. Hinzu warten die Regionalbahnen schon jetzt ständig, um die anderen Züge überholen zu lassen. Und dieser ganze Verkehr, ökologisch um ein vielfaches sinnvoller als der Straßenverkehr, soll sich weiter auf dieser einen Strecke fortbewegen, die ab Ende des Jahrzehnts ein bisschen saniert und ein ganz klein bisschen erweitert werden soll? Ernsthaft?