Zerrüttete Gesellschaften erzeugen Gewalt, queere Menschen werden besonders oft zur Zielscheibe. Law-and-Order-Politik bietet dagegen keinen Schutz.
Das war mal wieder eine Woche, eine, die gekrönt wird vom Lesbisch-schwulen Stadtfest in Berlin-Schöneberg. Eine trans Frau gewinnt die Wahl zur Miss Niederlande, die Internettrolle heulen auf.
Die Polizei war noch immer auf seiner Seite. Wer hingegen trans, weiblich gelesen, eine Person of Color oder einfach arm ist, wird schneller Opfer der Polizei, als von ihr geschützt zu werden. Es ist kein Zufall, dass in Frankreich der rechtsextreme Rassemblement National von Marine Le Pen zu den beliebtesten Parteien unter verheirateten schwulen Wählern gehört. Die sind meist älter und wohlhabender als Queers im Schnitt.
Eine zerrüttete Gesellschaft ist kein guter Ort für Minderheiten. Doch auch die angeblich progressive Regierung tut gerade das Ihre, um unsere Lebensbedingungen zu erschweren. Die eher liberale als linke Koalition nimmt den Menschen das Brot aus der Hand und gibt ihnen dafür eine Regenbogenflagge. Im Landkreis Sonneberg, wo gerade ein AfD-Politiker zum Landrat gewählt wurde, leben besonders viele vom Mindestlohn. Dessen niederträchtige Minimalerhöhung um nur 40 Cent in Zeiten anhaltender Inflation ist ein Schlag ins Gesicht all dieser Menschen. Und wer geschlagen wird, will seine Wut und seinen Schmerz weitergeben. Und wer an die oben nicht rankommt oder das glaubt, tritt mit Vorliebe nach unten.
Aber trotz all des Händeringens in Talkshows, zusätzlicher Budgets für Aufklärungskampagnen und wohlfeiler Konzerte – einfach mal dafür zu sorgen, dass Menschen keine Angst vor Veränderung haben müssen, das haben wir noch nicht versucht.
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