Athen - Millionen von Menschen machen jedes Jahr Urlaub in Griechenland. Das Land ist auf die Einnahmen angewiesen, auch im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Mit einer Steuererhöhung für Touristen will die Regierung die Mittel für einen Sonderfonds aufstocken.
Auf diese Einnahmen ist die griechische Regierung um Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis mehr denn je angewiesen. Innerhalb weniger Tage wurde das Land erst Opfer verheerender Waldbrände, danach sorgten Überschwemmungen für massive Schäden - unter anderem ertranken mehr als 100.000 Tiere. Mitsotakis sieht in den Naturkatastrophen eindeutig die Auswirkungen des Klimawandels.
Wie der "Merkur" berichtet, sieht Mitsotakis im Klimawandel nicht nur einen Gegner. Er erhofft sich von den steigenden Temperaturen eine Verlängerung der Reisesaison. So könnten künftig auch in den Monaten März, Oktober und November mehr Menschen ihren Weg an die Ägäis finden. Ob die dadurch generierten Mehreinnahmen die wirtschaftlichen Schäden durch Umweltkatastrophen aufwiegen können, bleibt abzuwarten.