Deutsche Züge werden vorerst kein 5G bekommen - das bestätigt das Bundesverkehrsministerium. 📶
Deutsche Züge werden vorerst kein 5G bekommen. Das berichtet die Rheinische Post auf Basis einer Anfrage der Unionsfraktion an das Bundesverkehrsministerium. Die eingesetzten Repeater in den Zügen beherrschen maximal LTE und sollen auch nicht aufgewertet werden.
Internet auf deutschen Bahnstrecken ist immer wieder ein Thema und die Versorgung nicht ganz so simpel. Schnelle Zellenwechsel und Tunnel erschweren die flächendeckende und stabile Versorgung. Und 5G scheint in weite Ferne zu rücken: Das Bundesverkehrsministerium bestätigte auf eine kleine Anfrage der Unionsfraktion, dass 5G nicht im Kooperationsvertrag vorgesehen ist. Über die Gründe wird nichts verlautbart und sind im Moment Gegenstand von Spekulationen.
Grundsätzlich muss man bei Internet in Zügen mehrere Probleme lösen: Einmal wirkt die Konstruktion als Faraday'scher Käfig, zum anderen bewegen sich Züge mit hoher Geschwindigkeit zwischen den Funkzellen, was viele Handover in kurzer Zeit nötig macht. Das geht zulasten der Bandbreite und der Stabilität.
Ein anderes Problem: Die Repeater in den Zügen zur Überwindung des Käfigs beherrschen nur den GSM- und den LTE-Standard - für Fachleute also nicht mal ganz 4G, das hier als LTE Advanced bekannt ist. Und da die Repeater in den Zügen nur LTE beherrschen, sieht man wohl auch bei den Funkzellen an den Strecken keinen Ausbaubedarf. Und falls 5G vorhanden ist, kann die Bahn das nicht nutzen.
Hintergrund für das Vorgehen könnte sein, dass man die Investitionskosten wegen eines Systemwechsels scheut. Neue und modernisierte Zuggarnituren sollen ohne Repeater auskommen und stattdessen mit Fenstern ausgestattet werden, die den Faraday'schen Käfig überwinden. Das Signal wäre dann also direkt im Zug verfügbar; allerdings bleibt die Problematik mit hohen Geschwindigkeiten und häufigen Funkzellenwechseln bestehen.
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