Mit vielen Original-Seiten und Zeichnungen erzählt die Ausstellung „Yes, we käng“ im Münchner Amerikahaus die faszinierende Geschichte der Zeitungscomics.
seinen ersten Auftritt. Das von Richard Felton Outcault gezeichnete, glatzköpfige Straßenkind im gelben Nachthemd agierte damals noch in einem Wimmelbild und noch nicht in den heute bekannten Panels. Und seine Textzeilen hatte Outcault auf das Nachthemd geschrieben. Was das"Kid" zur ersten Comic-Figur machte: Es kehrte in der Zeitung zuverlässig wieder. Das machte es zur Identifikationsfigur und zum ersten Comic-Superstar.
Zu verdanken hatte es das Joseph Pulitzer. Denn der berühmte Verleger hat nicht nur die Boulevard-Presse erfunden. Er legte seiner Zeitung New York World 1892 erstmals die"Funny Pages" bei. Das neue Unterhaltungsformat schlug ein wie eine Bombe. Aus den Bildwitzen wurden die ersten Zeitungscomics und diese zu einem einträglichen Geschäft, was bald zu einem erbitterten Verleger-Wettstreit führte.
Was die als"Max und Moritz"-Kopie gedachte Serie um zwei Radau-Brüder neben ihrer langen Laufzeit bis 2006 historisch macht, ist die Tatsache, dass Dirks erstmals Sprechblasen darin verwendete. Innovationen wie diese gab es ständig. Und es ist verblüffend, anhand der vielen Original-Seiten zu sehen, wie rasant sich der Comic als Kunstform entwickelt hat.
In Deutschland bekam man davon nicht viel mit. Denn der Zeitungscomic konnte hier nie wirklich Fuß fassen. Weshalb man die in der Ausstellung ebenfalls vertretenen" " oder"Garfield" hier nur aus Büchern, Heften oder dem Fernsehen kennt. Bezeichnend auch: Die zwei einzigen, ausgiebig vorgestellten deutschen Zeitungs-Strips, Volkert Reiches FAZ-Serie"Strizz" und die während Corona für die" von Marc-Uwe Kling und Bernd Kissel, stammen aus den vergangenen 20 Jahren. Und davor? Da gab es mit Zeichnern wie Loriot ein paar Experimente, ansonsten kaufte man sich bei Bedarf Strips aus Amerika ein.
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