Versuchte Amtsenthebung, die Dritte: Der Präsident von Peru, Pedro Castillo, muss sich erneut des Vorwurfs der „moralischen Unfähigkeit“ verteidigen. Und in seinem Kabinett wechselt das Personal fast im Wochenrhythmus. Von gurk_christoph
Wenn Perus Präsident Pedro Castillo am Mittwoch vor das Parlament tritt, geht es wieder um alles: Castillos Macht, sein politisches Überleben und letztlich auch das seiner Regierung. Gleich gegen eine ganze Reihe von Anschuldigungen muss sich der 53-Jährige verteidigen, darunter Korruption und Vetternwirtschaft, vor allem aber steht auch der Vorwurf im Raum, Castillo sei"moralisch unfähig".
Sollten zwei Drittel der Abgeordneten dem zustimmen, könnten sie die Präsidentschaft für"unbesetzt" erklären, was einer Amtsenthebung gleichkäme. Ein drastischer Schritt, der in Peru aber leider auch schon so etwas ist wie traurige Normalität. Seit Jahren versinkt das südamerikanische Land immer tiefer im politischen Chaos. Das fängt schon damit an, dass so gut wie alle Präsidenten der letzten zwei Jahrzehnte wegen Korruption vor Gericht stehen oder schon hinter Gittern sitzen. Immer neue Schmiergeldskandale kommen derweil ans Licht und längst ist klar, dass sich die Vetternwirtschaft durch alle Ebenen des Staates und alle Parteien zieht.
Castillo war bei der ersten Wahlrunde so unbekannt, dass einige Nachrichtenagenturen nicht einmal ein Bild von ihm hatten. Wahrscheinlich aber trug genau das zu seinem Erfolg bei: Viele Wähler wollten lieber einen politischen Niemand, als weiterhin die Vertreter der alten Eliten, die das Land seit Jahrzehnten regieren.
Peru ist zwar oberflächlich betrachtet eines der Länder Südamerikas, dessen Wirtschaft am schnellsten wächst. Der Wohlstand aber kommt nicht bei allen an. Es bräuchte Reformen, stattdessen gab es in der aktuellen Regierung vor allem Wechsel beim Personal: In den rund eineinhalb Jahren, die Castillo nun schon im Amt ist, wechselte im Schnitt jede Woche ein Minister oder eine Ministerin.in einem Fernsehinterview im Januar.
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