In dem Gerichtsprozess gegen den früheren UEFA-Präsidenten sieht die Verteidigung von Michel Platini das «Ergebnis eines Komplotts».
Bellinzona - Der 66-Jährige muss sich wie auch der ehemalige FIFA-Präsident Joseph Blatter von Mittwoch an wegen des Vorwurfs des Betrugs und anderer Delikte vor dem Schweizer Bundesstrafgericht in Bellinzona verantworten. Man könne «detailliert darlegen, dass das Verfahren gegen Herrn Platini politisch motiviert war, mit dem Ziel, ihn daran zu hindern,-Präsident zu werden», sagte Platinis Rechtsanwalt Dominic Nellen der Deutschen Presse-Agentur.
Den beiden früheren Fußball-Spitzenfunktionären wird vorgeworfen, dass sie den Weltverband über eine angeblich noch ausstehende Forderung Platinis für eine Beratertätigkeit für die FIFA und Blatter von Juli 1998 bis Mitte 2002 getäuscht haben sollen. Im Jahr 2010 sei eine laut Bundesanwaltschaft «fiktive Rechnung» über zwei Millionen Schweizer Franken von Platini eingereicht und von Blatter bestätigt worden.