+Update+ Die Staatsanwaltschaft hat 2022 wieder Hunderte Verfahren wegen Hasskriminalität eingeleitet. Oberstaatsanwältin Ines Karl spricht von einer 'Verrohung im Netz'.
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In 961 Fällen davon ging es um Straftaten im Internet, wie Leiterin Ines Karl der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage sagte. 659 Verdächtige sind namentlich bekannt. Im von der Corona-Pandemie geprägten Gesamtjahr 2021 registrierte die Zentralstelle insgesamt 3735 Verfahren, davon 1637 im Internet. 1085 Verdächtige konnten damals namentlich ermittelt werden.
Es hat eine Verrohung im Netz stattgefunden. Aus meiner Sicht auch, weil lange Zeit wenig getan wurde und kaum Grenzen aufgezeigt wurden.Im Jahr vor der Corona-Pandemie nahm die Staatsanwaltschaft insgesamt 2068 Fälle von Hasskriminalität auf, 2017 waren es noch 1133. Damals wurden solche Taten von der Staatsanwaltschaft generell erfasst. „Es hat eine Verrohung im Netz stattgefunden.
Bevor die Juristin die Leitung der Zentralstelle übernahm, war sie seit 2012 bei der Staatsanwaltschaft eine der Ansprechpartnerinnen im Bereich LSBTI . Karl sieht seitdem Fortschritte, etwa bei der Anzeigebereitschaft in der Community: „In den acht Jahren haben sich die Anzeigen vervierfacht“, sagte sie. 2012 habe es in dem Bereich noch rund 100 Anzeigen gegeben.
Letztlich sei es schwer zu beurteilen, ob es sich bei den steigenden Zahlen darum handele, dass Taten aus Dunkelfeld herausgeholt würden oder ob es generell eine Zunahme der Taten gebe. „Eine Liberalisierung der Gesellschaft bringt auch mit sich, dass es viel mehr Berührungspunkte und Konflikte gibt, als wenn alle Menschen im stillen Kämmerlein sitzen und sich nicht outen.“Wichtig sei in jedem Fall, den Betroffenen zu vermitteln, dass die Anfeindungen ernst genommen werden.
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