Tarifverhandlungen im Gesundheitswesen: Auf Sicht arbeiten

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Tarifverhandlungen im Gesundheitswesen: Auf Sicht arbeiten
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Die Beschäftigten des Städtischen Krankenhauses Kiel kämpfen um bessere Arbeitsbedingungen. Es geht ihnen nicht nur um Geld.

Ein Artikel vonSchnee fällt in feinen Flocken auf den Vorplatz des Städtischen Krankenhauses Kiel, wo ein Grüppchen von Frauen und Männer in neongelben Warnwesten steht. „Heute ist kein Arbeitstag, heute ist Streiktag!“, rufen sie im Chor. Manuela Rasmussen steht ganz vorn, ihre Stimme schallt über die anderen hinweg. Sie ist eine kleine, breitschultrige Frau, lange braune Locken, blitzend fröhliche braune Augen, die jünger wirkt als ihre 61 Jahre.

„Alarmstufe Rot“ Schon in den 80er Jahren klagten die Beschäftigten über Stress. Doch damals seien sie oft zu viert oder fünft auf Station gewesen. „Wir hatten Zeit, mit den Patienten zu reden“, erinnert sich Rasmussen. Heute sei es normal, nachts allein zu arbeiten, und auch tagsüber werde es immer enger. Das Gleiche berichtet ihre Kollegin Ruth Düring.

85 Millionen Euro zahlen Land und Kommunen allein in Schleswig-Holstein jährlich für Krankenhaus-Investitionen. Im Januar versprach die Regierung zusätzliche Mittel – zu wenig, kritisiert die Opposition. Es fehlt an Geld, aber noch mehr fehlt es an Personal: Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken hat eine Projektgruppe eingerichtet, um die Krankenhauslandschaft neu aufzustellen.

Auch auf der Herz-Lunge-Niere-Station wird die Verständigung mit den Pa­ti­en­t:in­nen immer schwieriger, allerdings aus anderen Gründen. Das Durchschnittsalter liegt jenseits der 70, viele der noch Älteren sind dement. Allein essen, sich selbständig mit Getränken versorgen, einen Ball in einem Plastikröhrchen nach oben pusten, schaffen sie kaum mehr.

Eigentlich sei Dokumentation nicht schlecht, sagt Ruth Düring. „Aber wir haben nun mal nicht genug Leute, also geht es zulasten der Zeit am Patienten. Man sagt Hallo und verschwindet am PC.“ Immer mehr Computerarbeit, immer weniger Pflege: „Mein Job hat nichts mehr mit dem zu tun, was ich gelernt habe.“

Die Streikenden sehen das skeptisch: „Dafür ist Geld da, aber für uns nicht“, ist ein Satz, den viele sagen. Ihnen geht es nicht nur um den eigenen Lohn, sondern auch um die Beschäftigten, die im Krankenhaus reinigen, kochen und die Patienten in den Betten zu Untersuchungen schieben. Sie hat das Städtische vor einigen Jahren ausgegliedert und in einer hauseigenen Service GmbH angestellt, zu schlechteren Bedingungen.

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