Der UNHCR-Bericht 2021 zeigt, dass Flucht meist eine Folge bewaffneter Konflikte bleibt. Mehr als 100 Millionen sind weltweit auf der Flucht. Ein Text von chrjkb.
BERLIN taz | Die Zahl hatte erschütternden Symbolwert: Schon am 23. Mai berichtete der UNHCR, dass die Zahl der Vertriebenen auf der Welt erstmals die Schwelle von 100 Millionen überschritten hat. Vor allem Russlands Überfall auf die Ukraine hat den Wert zuletzt deutlich nach oben getrieben.
Von den rund 30 Millionen Menschen, die ihr Land bis Ende 2021 verlassen mussten, stammen zwei Drittel aus nur fünf Staaten: Syrien, Venezuela, Afghanistan, Südsudan und Myanmar. 2021 sei auffällig wegen der „schieren Anzahl bestehender Konflikte, die eskalierten, und neuer Konflikte, die aufflammten“, heißt es im UN-Bericht – und die Ukrainekrise kam noch hinzu.