Vergiftungsfälle an Mädchenschulen wühlen seit Wochen den Iran auf, nun wurden erstmals Festnahmen gemeldet. Die Wut treibt Lehrkräfte und Angehörige auf die Straßen.
TEHERAN dpa | Im Iran sind Lehrerinnen und Lehrer in mehreren Städten angesichts der jüngsten Vergiftungswelle auf die Straßen gegangen. Videos in den sozialen Medien zeigten Proteste in mehreren iranischen Provinzen. Auf den Versammlungen warfen auch Angehörige den Behörden vor, nicht ausreichend gegen die Vergiftungen an den Mädchenschulen vorzugehen.
Die ersten Fälle der mysteriösen Vergiftungen wurden bereits im November gemeldet. Irans Regierung geht von gezielten Angriffen aus. Betroffen sind fast ausschließlich Mädchenschulen. Landesweit wurden Schülerinnen in Krankenhäusern behandelt. Eltern und Angehörige sind empört und wütend. Sie werfen den Behörden Versagen vor und geben ihnen eine Mitschuld. Ärzte sprechen von Gasvergiftungen.
Keine Zahlen zum Gesamtausmaß Am Montag hatte Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei harte Strafen für die Verantwortlichen der Vergiftungswelle gefordert. Chamenei, der im Iran in allen strategischen Belangen das letzte Wort hat, äußerte sich erstmals zu der landesweiten Vergiftungswelle. Er bezeichnete sie als „unverzeihliches Verbrechen“.
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