Auf Staten Island feiert man die „Wiedergeburt eines Ortes“. Hier wird eine Müllhalde renaturiert, fast dreimal so groß wie der Central Park.
So richtig einladend ist der Park noch nicht. Hinweisschilder gibt es nur wenige. Der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Manhattan aus ist weit. Und mit dem Auto müssen sich Besucher und Besucherinnen mühsam zu einer Abbiegung zwischen Autobahn, Lagerhalle und Hotel im auf einer Insel vorgelagerten Stadtteil Staten Island navigieren, bevor sie an eine große rostfarbene Säule gelangen: „Freshkills Park„.
Auf dem vorgelagerten Parkplatz stehen trotz Wochenendes und des sonnigen Herbstwetters nur einige wenige Autos - aber das wird sich ändern, sagt Sue Donoghue, Chefin der New Yorker Grünflächen-Behörde. „Hier geht es um die Wiedergeburt eines Ortes, der in der Vergangenheit so negative Konnotationen hatte und jetzt wird das genau das Gegenteil werden.
Mit dem Müll kamen Gestank, Verkehr - und ein schlechter Ruf für Staten Island, das bis heute vielen als „fünfter und vergessener Stadtteil von New York“ gilt. Die ganze Insel sei eine einzige Müllhalde, spotteten Bewohner anderer Stadtteile häufig. 2001 gelang die von Aktivisten jahrzehntelang geforderte Schließung der Deponie, schon damals mit der Hoffnung, das Gelände in einen öffentlichen Park verwandeln zu können.
Der „North Mound“ ist allerdings erst der Anfang, nur etwa ein Prozent der ganzen Fläche, die der „Freshkills Park„ einmal einnehmen soll - fast dreimal so groß wie der Central Park soll er werden. Das ist noch viel Arbeit, erst bis 2036 soll der ganze Park geöffnet sein. Das erste geöffnete Teilstück hat viele Besucher aber schon überzeugt. „Das ist ein toller Park zum Fahrradfahren“, sagt ein Mann.