Stefan Heine ist bekannt für den Vertrieb von Rätseln wie Sudoku – und hat sich die deutschen Markenrechte am beliebten Ratespiel »Wordle« gesichert. Dabei blätterte die »New York Times« dafür einen Millionenbetrag hin.
Das Online-Ratespiel ist ein weltweiter Erfolg und wird täglich von Millionen Menschen gespielt. Die US-Zeitung hatte die Rechte von Erfinder Josh Wardle für 1,2 Millionen Dollar erworben. Heine und der US-Verlag sicherten sich die deutschen Markenrechte aber am selben Tag: dem 1. Februar 2022.
Die »New York Times«, die eine große Rätselseite betreibt, wirft Heine vor, sich die deutschen Markenrechte gesichert zu haben, um sie vom deutschen Markt fernzuhalten.Es handele sich um eine nicht zulässige »bösgläubige Markenanmeldung«. Sie will dem Hamburger Heine, der durch die Verbreitung der »Sudokus« bekannt wurde, per einstweiliger Verfügung die Nutzung der Marke verbieten lassen.
Heine bestreitet den Vorwurf. »Ich habe die Marke ›Wordle‹ am 1. Februar 2022 eintragen lassen und daher das Recht, das Zeichen zu nutzen.« Am Montag wurde das Zivilverfahren eröffnet, eine Entscheidung will das Gericht am 1. März verkünden.