MotoGP Auf 2 und 4 Rädern: Nur wenige Stars waren schnell
Seien wir ehrlich: Viele Motorradrennfahrer haben sich nach ihrer Zweirad-Karriere nur in ein Rennauto gesetzt, weil sie keinem bürgerlichen Beruf nachgehen und ihre Knochen nicht mehr als Knautschzone zu Markte tragen wollten. Deshalb ist die Liste jener Motorradstars, die auf vier Rädern zu Ansehen kamen, nicht sonderlich lang.
Cecotto machte im Juni 1980 bei den F2-Rennen in Silverstone und Zolder erste Fahrversuche auf vier Rädern. «Ich habe in der ersten Runde gemerkt, dass ich ganz von vorne anfangen muss. Beim Debüt in Silverstone habe ich mich gleich in der zweiten Runde von der Piste gedreht, weil ich zu nahe auf den Vordermann rangefahren war und den Anpressdruck verloren habe.»
Nach dieser Lektion zog sich Agostini auf den Posten eines Motorrad-GP-Teambesitzers zurück. In dieser Position verhalf er Eddie Lawson zu drei 500 ccm-WM-Titeln auf Yamaha. Auch Lawson versuchte sich später im Automobilrennsport. Der ruhmreiche Tazio Nuvolari ritt 1920 eine Garelli, fuhr 1923 und 1924 auf Norton und gewann die italienische Meisterschaft. 1925 entfaltete er sich mit der neuen Doppelnocken-Bianchi zum grossen Matador. Noch mit 38 Jahren triumphierte Nuvolari in Livorno, auf dem Circuito de Lario siegte er ab 1925 fünfmal hintereinander.
In der Formel 1 nahm «Seppi» an 96 WM- Läufen teil – auf Lotus, Brabham, Cooper, March und BRM. Er gewann 1968 in Brands Hatch und 1971 auf dem Österreichring. Am 24. Oktober 1971 verunglückte er bei einem F1-Rennen in Brands Hatch tödlich. «Mich hat die Autofahrerei nie befriedigt», räumt Braun ein. «Weil es im Vergleich zu einem Motorrad-GP völlig harmlos war. Das F2-Auto ist mir im Vergleich zum Rennmotorrad wie ein Wagen auf einer Spielzeugrennbahn vorgekommen. Ich bin 1975 bei den Motorrad-GP an einem Tag in drei Klassen gefahren, entweder 125, 250 und 350 oder 250, 350 oder 500 ccm.
Nicht einmal die emsigsten Leser wissen, dass Jacky Ickx auf Zündapp dreimal belgischer Trial Meister war und 1962 bei der Sechstagefahrt in Garmisch-Partenkirchen eine Goldmedaille gewann. Ein bisschen geschickter stellte sich Joe Leonard an. Er wurde 1954, 1956 und 1957 amerikanischer Motorrad-Meister. Zehn Jahre später gewann «Smokey Joe» auf einem 600 PS starken Parnelli die USAC National Autor Racing Championship.
Sogar Rallye-Weltmeister Rauno Aaltonen driftete einst auf zwei Rädern um die Linkskurven. Es galt von 1956 bis 1961 als finnische Speedway-Hoffnung. Eddie Lawson, vierfacher 500-ccm-Weltmeister , zeigte sich nach seiner GP-Karriere als besessener Autorennfahrer. Mit 34 Jahren nahm er zuerst 1987 in Europa an zwei Porsche-944-Turbo-Cup-Rennen teil. Dann stieg er in der amerikanischen Indy-Lights-Serie ein, die US-Version der Formel 3000. Gleich beim Debüt mit dem 450 PS starken March-Buick fuhr Lawson im Training auf Platz 11. Im Rennen fiel er mit Defekt aus.
Weitere Beispiele: Der Finne J.J. Lehto, in der Formel 1 auf Onys, Meonytron, Monteverdi, Dallara und Sauber-Ilmor unterwegs, überbrückte seine Kart-Laufbahn mit Motocross. Er fuhr mit 14 Jahren in den Klassen 80 und 125 ccm und stieg nach etlichen Knochenbrüchen in einen Formel Ford. Auch Kevin Schwantz, 500-ccm-Weltmeister auf Suzuki 1993, versuchte sich im Vierradsport. Er kaufte ein Team für die «NASCAR Busch Series Grand National Division», es nannte sich Lone Star Motorsports. Der Texaner verlor eine Stange Geld und wurde auch Teilhaber von Ridling Motorsports 1997. Als Teamgründer David Ridling wegen finanzieller Probleme ausstieg, wurde Schwantz Alleineigentümer des Chevrolet-Teams.
Von vier auf zwei Räder, diese Methode war bisher noch nicht von Erfolg gekrönt. Der Tourenwagen-Star Klaus Niedzwiedz wollte Mitte der 80er-Jahre Motorradrennen bestreiten, musste das Vorhaben nach einem schweren Sturz auf dem Nürburgring aber abblasen. Wayne Gardner, 500-ccm-Weltmeister 1987 auf der Rothmans-Honda, zog sich 1992 vom Motorradsport zurück und machte sich dann im Tourenwagen- und Sportwagensport einen Namen. Das inspirierte seinen Landsmann Casey Stoner, der eine Saison lang für das renommierte Triple Eight Race Engineering Team einen Holden Commodore in Red Bull-Lackierung in der «Dunlop Australian V8 Supercars Series» steuerte – mit mäßigem Erfolg.
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