Bayer Leverkusens Club-Chef Fernando Carro ist Spanier, lebt und arbeitet aber seit 30 Jahren in Deutschland. Und macht sich Gedanken, warum es im Fußball derzeit nicht so läuft.
Club-Chef Fernando Carro von Bayer Leverkusen sieht in der aktuellen Schwächephase des deutschen Fußballs einen möglichen Zusammenhang zur gesellschaftlichen Entwicklung.
„Deutschland ist ein hoch entwickeltes Land, das auf der ganzen Welt für seinen Anspruch an Qualität geschätzt wird. Mich selbst hat dieser Umstand ja vor mehr als 30 Jahren nach Deutschland geführt, um hier mein Arbeitsleben zu bestreiten“, sagte der 59 Jahre alte Spanier der Deutschen Presse-Agentur: „Aber ich habe in den vergangenen Jahren zunehmend das Gefühl, dass es in einigen Bereichen nicht mehr das ist, was es mal war.
Angedeutet habe sich diese Entwicklung schon lange. „Als ich nach Deutschland kam, haben sich die Studenten beschwert, dass sie das BAföG zurückzahlen müssen. In Spanien wären wir froh gewesen, wir hätten überhaupt so etwas wie BAföG“, sagte Carro: „Es ist eben eine deutsche Art, alles kritisch zu sehen und auf hohem Niveau zu klagen. Aber daraus muss dann auch etwas entstehen, ein Antrieb, eine Motivation. Dies ist möglicherweise etwas verloren gegangen.
Man sollte in Zukunft „bereit sein, darüber zu diskutieren und auf den Fußball bezogen zu schauen, was man hier künftig besser machen und welche Lehren man ziehen kann“, sagte Carro: „Das sind aber nur Gedanken. Ich nehme nicht für mich in Anspruch, über den Verlust der deutschen Tugenden zu urteilen.“
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