Biegt der Superstar endgültig in den Karriere-Spätsommer ein? Ab September 2024 wird Jonas Kaufmann Intendant der Tiroler Festspiele. Er löst Bernd Loebe ab, der im Streit aus dem Inntal scheidet.
Um gleich die Fans zu beruhigen: Ja, er singt weiter. Vielleicht ein bisschen weniger, aber das hatte der Tenor nach eigenen Worten ohnehin geplant. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich abtreten sollte“, sagt Jonas Kaufmann. „Ich habe nun ein anderes Steckenpferd, an dem ich mich abarbeiten kann, ohne jeden Tag auf der Bühne stehen zu müssen.“
Das Steckenpferd, das sind die Tiroler Festspiele. Und der neue Job ist der des Intendanten: Kaufmann wird im September 2024 in Erl Bernd Loebe ablösen, der im Streit aus dem Inntal scheidet. Mit der Verpflichtung des Superstars ist Festspiel-Präsident Hans Peter Haselsteiner, milliardenschwerer Ex-Chef der Baufirma Strabag, ein Coup gelungen. 43 Bewerbungen habe es für den Intendantenposten gegeben, sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz in Wien.
Eigentlich wollte der bisherige Chef Bernd Loebe, im Hauptberuf Intendant der Frankfurter Oper, im Inntal weitermachen. Doch der 70-Jährige warf das Handtuch, als Haselsteiner ihm bedeutete, er könne sich über seine Vertragslaufzeit hinaus gern bewerben. Dies, so Loebe, habe er nicht nötig. Seitdem hängen Gewitterwolken über Erl – und Loebe nimmt nun seinen Hut ein Jahr früher als geplant.
Diese Einlassung ist eine unverhohlene Kritik an Loebe, der Erl in den Augen Haselsteiners nicht zu seiner Marke machen konnte. Und auch Kaufmann, sehr ungewöhnlich in der Situation einer solchen Pressekonferenz, trat nach: „So sehr ich den Kollegen Bernd Loebe schätze, ist das vielleicht ein Punkt gewesen, der ihm nicht so gut gelungen ist: die Identifikation seiner Person mit dem Festival.
Relativ schnell ist Loebe, der 2018 noch als Retter von Erl galt, in Ungnade gefallen. Nachdem der Festspiel-Gründer Gustav Kuhn unter anderem wegen #MeToo-Vorwürfen in die Wüste geschickt worden war, hatte man Loebe als weltweit vernetzten Theatermacher geholt. Qualität statt Skandale war die Devise. Vor allem in Sachen Inszenierungen gab es deutliche Fortschritte, Stehtheater und schlichtes Regie-Arrangement waren nun passé.
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