Eine EU-Abstimmung über das Aus für Verbrennungsmotoren wurde wegen des deutschen Streits um EFuels verschoben. Ist E-Mobilität der Königsweg beim Klimaschutz oder auch sauberer Kraftstoff? Was spricht dafür und wie ist der Stand der Technik?
In Deutschland und Europa herrscht Streit um die sogenannten E-Fuels. Verkehrsminister Volker Wissing hat de facto eine ursprünglich für nächste Woche angesetzte Abstimmung zum Verbrenner-Aus für Neuwagen ab 2035 blockiert. Wissing drängt auf eine Ausnahmeregelung für Verbrenner-Fahrzeuge, die mit E-Fuels betrieben werden. Die EU-Kommission solle vor der Abstimmung einen Vorschlag dafür vorlegen, fordert Wissing.
Dieser Argumentationslinie folgte das EU-Parlament weitgehend, der entscheidende EU-Ministerrat ließ aber eine Hintertür für E-Fuels offen, indem er die EU-Kommission beauftragte, bis 2026 einen Bericht zu erstellen, der sich mit Technologien wie Plug-in-Hybriden und CO₂-neutralen Kraftstoffen befasst.
Argumente, die in Zeiten von Ukraine-Krise, Lieferkettenproblemen und stockendem Stromnetzausbau nicht einfach übersehen werden können. Wie stichhaltig sind sie wirklich ?Der Gesamtwirkungsgrad eines Autos, das mit E-Fuels fährt, wird zwischen 20 und 30 Prozent angegeben. Der Rest der Energie wird als Abwärme an die Umwelt abgegeben. Die Energieeffizienz eines Elektroautos wird dagegen mit 70 bis 80 Prozent beziffert.
"Die klimaneutralen flüssigen Kraftstoffe haben hohe Energiedichte, sodass also die Transportkosten relativ gering sind . Zum anderen können wir ja auch die Schiffe mit diesem klimaneutralen Kraftstoffen betreiben und damit wird letztlich die gesamte Logistik entsprechend auch klimaneutral." Volkmar Pflug, Siemens EnergyNoch ist die Herstellung allerdings aufwendig und teuer.
Selbst die Bundesregierung fördert die Erforschung von E-Fuels im Rahmen der Initiative "Energiewende im Verkehr". Das darin enthaltene Verbundprojekt "Closed Carbon Cycle Mobility" soll neue Wege in die CO2-neutrale Mobilität aufzeigen. Zu den Projektpartnern gehören BMW, Volkswagen, Porsche, Opel und Hyundai, die Technische Universität Dresden, der Energiedienstleister RWE, der Antriebsentwickler FEV sowie das Mineralöl-und Erdgas-Unternehmen Shell.
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