Feuerwehrler kommt zufällig zu Garmischer Zugunglück - und steckt plötzlich im schwersten Einsatz seines Lebens
Garmisch-Partenkirchen - Als Michael Sexl am Freitagmittag aufbricht, um ein neues Feuerwehrfahrzeug abzuholen, ahnt er noch nicht, dass er erst in eineinhalb Tagen wieder die erste Stunde Schlaf bekommen wird. Er fährt gerade auf der Bundesstraße 2 bei Burgrain, als er von der Bahnstrecke nebenan eine riesige Staubwolke aufsteigen sieht. Er springt aus dem Auto, sieht die umgekippten Zugwaggons auf der Böschung und weiß: Jetzt muss er funktionieren.
Zugunglück in Garmisch: Feuerwehrkommandant kommt zufällig dazu - und schaltet sofort auf Krisenmodus Hunderte Retter kämpften bis zuletzt, um alle Personen aus dem entgleisten Regionalzug zu retten. Als Michael Sexl zu dem verunglückten Zug eilt, kommen ihm bereits zwei blutüberströmte Jugendliche entgegen. Einen Notruf hat er schon abgesetzt, jetzt setzt bei dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Partenkirchen der Krisenmodus ein. Er stoppt den Verkehr, instruiert Passanten, die Autos anzuhalten und Platz für seine Kameraden zu schaffen.
Es wird der körperlich und psychisch schwerste Einsatz, den der 35-Jährige bisher erlebt hat. Doch er ist nicht allein. Unter den hunderten Helfern, die nach und nach am Unglücksort eintreffen, sind auch mehrere Soldaten. Eine Gruppe der Gebirgsjägerbrigade 23 in Mittenwald war zufällig im Zug und packt sofort mit an, obwohl die Kameraden teilweise selbst verletzt sind.
Die Anteilnahme in der Region mit den Angehörigen der Opfer ist riesig. „Jeder denkt an die Familien, an die Verletzten, an die Angehörigen der Toten“, sagt Landrat Anton Speer. Eine getötete Frau stammt aus Hessen, wie das dortige Innenministerium gestern bestätigte, der 14- Jährige kommt aus der Region. Bei zwei der, die mit ihren Kindern vor dem Krieg geflohen sind – sie hinterlassen eine Tochter sowie einen Sohn, um den sich nun nahe Verwandte kümmern.
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