Koloniales Erbe in Afrika: Warum Anwälte weißblonde Perücken im Gerichtssaal tragen

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Koloniales Erbe oder Statussymbol? Die Briten haben ihre Kolonien in Afrika vor 60 Jahren aufgegeben, doch geblieben sind: blonde Perücken in Gerichtssälen. Nun tobt ein Kulturkampf.

Hinter dem Auto beginnt die Verwandlung. Erst die Robe, dann die Schleife am Hals, schließlich am Ende das Highlight: die helle Perücke auf den Kopf. Ein paar Mal dran zupfen, zurechtrücken, bis sie perfekt sitzt. Üppiges weiß-blondes Haar auf schwarzer Glatze, an der Seite und hinten gewallte Locken.

Mutunga erinnert sich noch gut an seinen ersten Arbeitstag, die traditionelle Amtseinführung stand auf dem Programm. Ein Mann habe ihn in eine Art Vorzimmer geführt, sich als professioneller Ankleider vorgestellt. Auch die Perücke lag schon bereit. »Ich habe ihm sofort gesagt: Wir suchen dir einen neuen Job«, erinnert sich Mutunga.

In einem kleinen Laden in der Innenstadt von Nairobi versucht Verkäuferin Irene Awino die koloniale Tradition zu Geld zu machen. In ihrer Boutique verkauft sie Kosmetikartikel – und Perücken für Anwälte. Die blonden Kunsthaare sind zwar auch aus Pferdehaar, stammen jedoch nicht aus London, sondern aus China, und kosten umgerechnet 170 Euro pro Stück. Die Haarteile verkaufen sich eher schlecht, im Schnitt geht gerade einmal eine Perücke pro Monat über den Tisch.

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