Kolumne „Inklusiv“: „Menschen mit Behinderung müssen in der Berichterstattung zu Wort kommen“

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Nikolai Prodöhl ist Journalist. Er hat eine Lern- und Sprachbehinderung und schreibt ab nun im Tagesspiegel eine monatliche Kolumne.

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Von nun an werde ich einmal im Monat im Tagesspiegel eine Kolumne veröffentlichen. Ich finde es wichtig, dass man auch Menschen mit Behinderung in der Berichterstattung zu Wort kommen lässt. Im Journalismus ist es wertvoll und interessant, wenn es verschiedene Perspektiven gibt. Menschen mit Behinderung kommen in den Medien nur sehr selten vor, obwohl etwa zehn Millionen von ihnen in Deutschland leben. Das sind ungefähr 13 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Die Redaktionen der großen Medienhäuser sind nicht auf Menschen mit einer Lernbehinderung wie mich eingestelltDie Redaktion ist auf mich aufmerksam geworden, weil ich einen Artikel geschrieben habe - über meine Arbeit als Journalist mit einer Behinderung, und dass ich eine Stelle suche auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Außerdem habe ich geschrieben über den Besuch vom Politiker Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales.

Ich bin wie gesagt noch nicht hauptberuflich als Journalist tätig. Die Gärtnerei, in der ich unter der Woche bin, ist ein geschützter Arbeitsplatz und wir können dort ohne Druck arbeiten. Wir werden gefördert und nicht rausgeworfen. Ich arbeite dort, weil ich nicht so schnell arbeiten kann und mit Stress nicht klarkomme. Wenn ich Stress habe, fühle ich mich unwohl.

In der Werkstatt bekomme ich ein Taschengeld von etwa 200 Euro im Monat und die Grundsicherung von circa 900 Euro. Zum Leben habe ich, nach der Bezahlung der Miete, knapp 600 Euro im Monat. Ich darf neben meiner Arbeit in der Gärtnerei nichts dazu verdienen, sonst wird mir das abgezogen. Eigentlich möchte ich nicht in einer Werkstatt arbeiten, sondern als Journalist, damit ich Artikel über Inklusion und Teilhabe schreiben und Interviews mit Experten führen kann.

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