Ob Röntgenbilder oder medizinische Befunde: Solche Daten sollen in Zukunft automatisch in der elektronischen Patientenakte gebündelt werden. Und Karl Lauterbach hat noch mehr vor, um bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzukommen.
seiner Digitalisierungspläne ist die sogenannte elektronische Patientenakte
. Ob Röntgenbilder, Befunde, Arztbriefe, Medikationspläne oder das Zahnbonusheft: Persönliche Gesundheitsdaten sollen nach den Plänen des Gesundheitsministers in Zukunft an einem Ort gespeichert werden. Arztpraxen und Krankenhäuser könnten Befunde dann leichter austauschen. Mit dem Ziel, gefährliche Wechselwirkungen von Medikamenten und auch Doppeluntersuchungen zu verhindern.
Ein Punkt, der durchaus umstritten ist. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz zum Beispiel findet die elektronische Patientenakte zwar grundsätzlich gut, macht aber auch klar, dass die Menschen nicht die Kontrolle über persönliche Gesundheitsdaten verlieren dürften. "Denn Schweigen bedeutet nicht Zustimmung", sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch. Und die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnt vor einer "Zwangsbeglückung" der Versicherten.
Der CSU-Abgeordnete Pilsinger hofft mit Blick auf die Digitalisierungspläne des Ministers, dass es nicht "bei vollmundigen Ankündigungen bleibt". Er fordert Lauterbach auf, ein "zügiges, konstruktives Gesetzgebungsverfahren" in Gang zu setzen. Tatsächlich verspricht der Minister, Tempo zu machen. Allerdings sind noch einige Fragen zu klären – etwa die, wer die bisherigen Patientendaten auf die digitale Akte übertragen soll.
Seiner Ansicht nach ist es richtig, dass Lauterbach jetzt handelt. Aber – so kritisiert Bayerns Gesundheitsminister – "der Bundesgesundheitsminister vergisst, Bürgerinnen und Bürger und vor allem die Leistungserbringer mitzunehmen". Die Bundesregierung müsse den Ausbau der elektronischen Patientenakte verständlich kommunizieren. Die Umstellung für die Ärzte müsse praxisorientiert sein.
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