Da vorerst unklar bleibt, wann und unter welchen Bedingungen internationale Motorsport-Veranstaltungen stattfinden können, haben FIM und WSC die komplette Motocross-WM-Serie 2020 der Gespanne abgesagt.
Es war fast zu erwarten. Nachdem jeder Staat sein eigenes Ausstiegs-Szenario aus dem Lockdown umsetzt und nach wie vor die Möglichkeit einer «zweiten Welle» politisch wie auch medial propagiert wird, stehen Motorsportveranstaltungen dieses Jahres auf wackeligen Füßen. Der Motorrad-Weltverband FIM und Promoter Apo Multimedia haben nun vorsorglich und konsequent die Reißleine gezogen: 2020 wird keine WM-Serie stattfinden.
Aber diese Entscheidung der WM-Organisatoren ist absolut nachvollziehbar. Um einen Grand Prix durchführen zu können, brauchen die Veranstalter schon unter normalen Rahmenbedingungen eine beträchtliche Vorlaufzeit und dabei Planungssicherheit. Verbunden sind mit diesen Vorbereitungen viel Arbeit, sprich Einsatz von zahlreichen engagierten Helfern. Und Geld, denn schließlich verschlingt die Durchführung eines solchen Rennens eine beträchtliche Summe.
Grundsätzlich hätte es die Möglichkeit gegeben, Grands Prix mit speziellen Hygienekonzepten durchzuziehen. Aber jeder, der schon in Roggenburg, Jinin oder Rudersberg war, weiß, dass solche Konzepte nicht strikt umsetzbar sind. Woher sollen auch die sachkundigen Helfer kommen, die Abstandsregeln etc. überwachen? Auch eine Begrenzung der Zuschauerzahlen ist nicht machbar, weil dann – siehe oben – wichtige Einnahmen aus Eintrittskartenverkauf und Gastronomie fehlen.
Um ein Motocross durchführen zu können, bedarf es überdies behördlicher Genehmigungen. Selbst wenn diese erteilt wurden, gibt es letztlich keine Sicherheit. Wie schnell die Situation unter besonderen Umständen kippen kann, zeigt als Beispiel die Absage des Eisspeedway Inzell wenige Tage vor dem Rennwochenende. Die Teams aus Russland waren zum Zeitpunkt der Absage bereits auf dem Weg nach Oberbayern.
So bleiben für die Seitenwagen-Fans zwei Hoffnungen: Erstens, dass die WM 2021 wieder in geordneten Bahnen verläuft. Und zweitens, dass ab dem Sommer zumindest noch Rennen zur Deutschen Meisterschaft und zum Veteranencup stattfinden. Da sind Aufwand und Kosten überschaubarer, ebenso der Zuschauer-Andrang.
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