Aus der Verfolgung in den Flugzeughangar: Wie lebt es sich zu viert auf 12 Quadratmetern? Ein Besuch im Ex-Flughafen Tempelhof anlässlich des Flüchtlingsgipfels.
Noch viel seltsamer muss es sich aber anfühlen, dort auch zu schlafen, zu essen, sein ganz normales Leben zu führen. Privatsphäre gibt es nicht. Allein ist man hier nirgendwo – nicht mal auf dem Klo.
Osman Demir ist Mitglied der linken türkischen Partei HDP. „Ich war sehr aktiv“, erzählt er über seine Zeit in Istanbul. Er nahm an Demonstrationen teil und organisierte sie auch. Für das Gespräch sind wir in einen etwas abgelegenen ruhigen Raum gegangen, in dem Sanitätsmaterial aufbewahrt wird. Berlin sieht sich gerade wieder einmal mit einem enormen Zustrom konfrontiert. 100.000 Menschen mussten im vergangenen Jahr registriert, versorgt und untergebracht werden. Die meisten sind Ukrainer. Aber es sind auch ein Drittel mehr Asylsuchende gekommen – fast 22.000. Die Verwaltung spricht von Rekordzahlen und stöhnt wie in vielen anderen Bundesländern unter der Last der Aufgabe: eine Million Ukrainer, knapp 250.000 Asylsuchende deutschlandweit.
Spricht man aber mit Menschen wie Peter Hermanns, der viele Jahre ein Übergangswohnheim für Geflüchtete in Köpenick geleitet hat, hört man, es sei wieder mal alles zu spät passiert. Die Politik habe zu spät auf die steigenden Zahlen und den Ukraine-Krieg reagiert. Im Ankunftszentrum hätten Menschen auf dem Boden schlafen müssen und noch im vergangenen Jahr seien Einrichtungen geschlossen worden.
Deutschland ist für Osman Demir zurzeit noch ein Land mit vielen Rätseln und einer komplizierten Sprache. Er stammt ursprünglich aus Sirnak, einer Stadt in Südostanatolien, in der es immer wieder zu Kämpfen zwischen der türkischen Polizei, dem Militär und der PKK gekommen ist. Ganze Stadtviertel sind mittlerweile verschwunden, weil die Häuser bei Kämpfen beschädigt wurden. Demirs Familie musste ihr Haus aufgeben. So erzählt er.
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