Die Rückkehr zu G9 stellt Schulen vor räumliche Probleme: Für die Schulträger bedeuten die neuen 13. Jahrgänge ab 2026 eine Mehrbelastung, kritisiert die SPD und fordert mehr Geld vom Land.
Kiel - Vor dem Hintergrund der von der alten Landesregierung beschlossenen Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren am Gymnasium hat die SPD einen finanziellen Ausgleich für die Schulträger gefordert. "2026 wird es so weit sein, in dem Jahr wird der 13. Jahrgang aufgewachsen sein, in dem Jahr werden die Schulen wieder einen zusätzlichen Jahrgang beschulen", sagte der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat der Deutschen Presse-Agentur.
Die alte Landesregierung aus CDU, Grünen und FDP hatte eine Abkehr vom Abitur an Gymnasien nach acht Jahren zum Schuljahr 2019/2020 beschlossen. Die Kommunen sollten als Schulträger einen Mehrbelastungsausgleich erhalten. Bisher sei in dieser Richtung aber nichts erfolgt, kritisierte Habersaat. "Erste Mittel sollten 2023 fließen.
Die Rückkehr zu G9 sei eines der wichtigsten Wahlversprechen von Ministerpräsident Daniel Günther im Landtagswahlkampf 2022 gewesen, sagte Habersaat. "Verantwortungsvolle Bildungspolitik wäre, die Schulen jetzt auch konkret bei der Rückumstellung auf G9 zu unterstützen und dies nicht nur zu behaupten."
Nordrhein-Westfalens Landtag hatte vor dem Hintergrund der dortigen Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren 2019 ein Gesetz beschlossen, wonach die Kommunen von 2022 bis 2026 insgesamt rund 518 Millionen Euro vom Land vor allem für die Schaffung neuer Schulräume erhalten. "Nun hat Nordrhein-Westfahlen knapp 18 Millionen Einwohner, Schleswig-Holstein knapp 3. Ein Sechstel von 518 Millionen wären 86 Millionen", sagte Habersaat. Die hiesige Regierung habe bislang aber nur fünf Millionen Euro vorgesehen, deren Auszahlung auch noch verzögert werde.
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