Das Urteil gegen Istanbuls Oberbürgermeister und Erdoğan-Widersacher Ekrem İmamoğlu empört die Opposition. Noch hat sie keinen Kandidaten für die in der Türkei anstehenden Wahlen benannt. AvenariusTomas berichtet
Das Gerichtsurteil gegen Istanbuls Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu empört die türkische Opposition. Zugleich gefährdet der Richterspruch vor den anstehenden Wahlen die Wahlkampfstrategie der Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdoğan. Ein Istanbuler Gericht hat İmamoğlu am Mittwoch zu einer Haftstrafe verurteilt und ihm ein Politikverbot erteilt. Vertreter der oppositionellen"Sechserallianz" sprachen von einer krassen Manipulation des Rechtsstaats.
Zwar hat der Istanbuler OB bereits Berufung gegen seine Haftstrafe wie auch gegen das langjährige Politikverbot eingelegt. Aber eine Kandidatur İmamoğlus bei den Präsidentschaftswahlen ist nun nach Ansicht von Juristen zu einem schwer kalkulierbaren Risiko für die Gegner von Staatspräsident Erdoğan geworden. Mit einem Kandidaten in Haft lässt sich keine Wahl gewinnen.Bei den Protesten gegen seine Verurteilung spricht Imamoğlu am Mittwoch von einem Bus.
"Erdoğan wird alles tun, um die Wahlen zu gewinnen", sagte der Istanbuler Rechtsanwalt Turgut Kazan der. Falls İmamoğlu kandidiere und die letzte gerichtliche Instanz das Urteil erst danach bestätige, könnte die Opposition wegen der unklaren Bewerbungsfrist eventuell keinen neuen Kandidaten mehr benennen. Dann stünde sie möglicherweise ohne überzeugenden Kandidaten gegen den erneut antretenden Amtsinhaber da, so der Jurist.
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