Hubert Aiwanger hatte viel Zeit für eine Entschuldigung – und ließ sie verstreichen. Das Schauspiel, das er nun bietet, ist erbärmlich.
Geht in die Gegenoffensive – Hubert Aiwanger positioniert sich zu den Antisemitismus-Vorwürfen Foto: Uwe Lein/dpa
Mit Verlaub, aber das ist peinlich und lächerlich. Und vor allem: reichlich spät. Für eine glaubwürdige Entschuldigung hätte Aiwanger zehn Tage Zeit gehabt. Auch nach der ersten Veröffentlichung der Vorwürfe hätte es am Wochenende noch die Gelegenheit gegeben, sich zu entschuldigen. Oder nach dem Koalitionsausschuss am Dienstag, als Aiwanger Markus Söder allein vor die Presse treten ließ. Jetzt – unter größtmöglichem Druck – mit ein paar weichgespülten Entschuldigungsfloskeln um die Ecke zu kommen, ist fast schon dreist. Zu glauben, damit durchzukommen, ist im besten Fall naiv.
Was bei den Vorwürfen allerdings etwas aus dem Blickfeld gerät, und was auch Aiwanger und Söder bisher nicht begriffen haben: Es geht hier nur am Rande um den 16-jährigen Hubsi am Burkhart-Gymnasium, der allem Anschein nach etwas durchgeknallt war. Oder vielleicht auch etwas mehr. Schlimm wäre es, wenn einem Jugendlichen, der Mist baut, der Weg zurück in die Gesellschaft auf Dauer versperrt bliebe.
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