Eine große Mehrheit der Österreicher wünscht sich rasch den Ausbau der heimischen Stromerzeugung. Die Branche fordert jetzt mehr Mut ein, noch mehr Flächen auszuweisen.
Der Ukraine-Krieg dürfte die Stimmung zum Ausbau erneuerbarer Energieerzeugung völlig gedreht haben. 70 Prozent der Österreicher wünschen sich inzwischen mehr heimische Stromerzeugung. Damit ist die grundsätzliche Akzeptanz neuer Wasserkraftwerke, PV-Anlagen und Windräder laut einer repräsentativen Umfrage so hoch wie nie. 2020 war die Zustimmung noch bei 46 Prozent gelegen.
Aus Sicht der heimischen Stromerzeuger ist der Schwenk kein Einmalergebnis mehr. So hatte der Branchenverband Oesterreichs Energie über seine jährliche Gallup-Umfrage erstmals im vergangenen April hohe Zustimmungsraten für Fragen rund um den Erneuerbaren-Ausbau bekommen. Weil das Bild im April „so anders als früher war“, wie Verbandsgeschäftsführerin Barbara Schmidt sagt, „haben wir das im November zum zweiten Mal abgefragt.
Die bisher fehlenden Flächen gelten inzwischen als das Nadelöhr im Erneuerbaren-Ausbau. Vor einem Jahr hatten die Stromerzeuger noch Klima- und Energieministerin Leonore Gewessler streng in die Pflicht genommen, weil bei Genehmigungsverfahren enorm viel Sand im Getriebe war. Mit der Gesetzesnovelle für die Umweltverträglichkeitsprüfungen UVP, die nächste Woche im Parlament beschlossen werden soll, fällt eine Blockade weg.
„Ein Plan ist auch noch lange keine Flächenausweisung, kein Projekt oder gar eine Genehmigung“, so Schmidt. „Da braucht es noch mehr Dynamik.“ Um zu einem „übergreifenden Planungsansatz“ zu kommen, fordert Strugl einen „Schulterschluss“ von Bund, Ländern und Gemeinden. „Wir brauchen die Fahrpläne und Meilensteine, jedes Unternehmen arbeitet so“, sagt er. „Es reicht nicht, wenn etwas in einem Gesetz steht.
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