Mit Giga-Geschwindigkeit soll Deutschland im schnellen Internet der Zukunft surfen. Die Pläne der Ampel sind ehrgeizig, die Ausbauzahlen gut. Ein Drittel aller Haushalte soll bereits vom Glasfaser-Netz profitieren. Doch die Zahlen entpuppen sich als Rechentrick.
Die Ziele haben sich Digitalminister Volker Wissing und seine Ampel-Kollegen hoch gesteckt: Bis 2030 sollen alle deutschen Haushalte einen Zugang zum ultraschnellen Internet bekommen, bis 2025 immerhin die Hälfte. Bautrupps verlegen im Akkord Glasfaserleitungen durch deutsche Straßen. Wissing schwärmt von der neuen „Gigabit-Strategie“. Doch von dieser Strategie ist in vielen Haushalten noch nichts zu merken.
Mit der Giga-Geschwindigkeit von 1000 Mbit/s können aber nur rund die Hälfte, also neun Millionen Haushalte, surfen. Denn obwohl im ganzen Land die Straßen aufgerissen werden, um Leitungen zu verlegen, werden viele Anlieger gar nicht angeschlossen, wie die ZeitungDie Glasfaser-Quote von 35,6 Prozent bezieht sich lediglich auf Haushalte, in denen eine Glasfaserleitung bis zu 20 Meter vom Grundstück entfernt liegt.
Zwischen 800 und 2000 Euro kostet es durchschnittlich, die Leitungen bis in die Wohnzimmer zu verlegen. Viele Unternehmen würden dem Bericht zufolge nur Haushalte anschließen, die bereits vor oder während der Bauarbeiten einen Glasfaservertrag abgeschlossen haben. Wohnungen, die in Fördergebieten für Glasfaser liegen, werden dagegen auch angeschlossen, wenn das schnelle Netz gar nicht genutzt wird.
Die Glasfaserquote lediglich nach den Haushalten in der Nähe einer Leitung zu bestimmen – ob angeschlossen oder nicht – sei deswegen „nicht sinnvoll“, so Heer. Wer einen Glasfaseranschluss möchte, sollte also rechtzeitig Bedarf beim Anbieter anmelden, bevor die Leitungen verlegt werden.-Unternehmen sei es hingegen einfach, die Kabel im Eiltempo durch die Straßen zu legen, da sie so schnell ihre Ausbauziele erreichen, zitiert „Welt“ einen Brancheninsider.
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