In Gaza leiden und sterben Menschen, darunter viele Kinder. Das ist erschütternd und verlangt nach Mitgefühl. Doch mit dem Angriff der Hamas auf Israel hat auch ein Propaganda-Krieg begonnen, der selbst Empathiebekundungen politisch auflädt. Was das für die Debatten in Deutschland bedeutet.
„Befreit alle palästinensischen Gefangenen“, forderte ein Demonstrant auf einer pro-palästinensischen Kundgebung in Duisburg zwei Tage nach dem Angriff der Hamas auf Israel.. Gekämpft wird mit Begriffen wie Kriegsverbrechen oder Genozid. Und mit sofortigen Schuldzuweisungen nach furchtbaren Ereignissen wie der Explosion des Ahli-Arab-Krankenhauses in Gaza-Stadt mit vermutlich mehreren Hundert Toten, obwohl die Ursachen weiter unklar sind.
Die Hamas hat mit barbarischer Grausamkeit einen Krieg heraufbeschworen, der nun Opfer kostet, immenses Leid produziert gerade unter Zivilisten. Das erschüttert zutiefst und ruft nach Empathie. Wen könnte es kaltlassen, verletzte Kinder, trauernde Eltern zu sehen? Doch gibt es nach der Attacke der Hamas keine unschuldigen Sätze mehr.
Darum ist es zwar nachvollziehbar, wenn ein Intellektueller wie der Philosoph Slavoj Žižek bei einem Fest der freien Rede, bei der Eröffnung der, dafür eintritt, stärker die Perspektive der Palästinenser einzunehmen.
Es stimmt, dass die rechte Regierung in Israel unter Netanjahu mit der Unterstützung der jüdischen Siedler die Chancen auf Frieden untergraben hat. Und Žižek hat Recht, Frieden wird es im Nahen Osten niemals geben, wenn nicht auch die Sache der Palästinenser Beachtung findet. Doch genau diesen Prozess hat die Hamas am 7. Oktober für lange Zeit beendet. Friede ist nicht ihr Ziel. Im Gegenteil: Die Hamas braucht den Hass und schürt ihn. Auch jetzt noch.
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