Seit 40 Tagen streiken Beschäftigte der Uni-Kliniken in Nordrhein-Westfalen. Sie kämpfen für die Gesundheit der Patient:innen – und ihre eigene.
Rund 1.000 Menschen haben am Freitag in Düsseldorf gegen die hohe Arbeitsbelastung demonstriert Foto: dpa
Warum der TVE unverzichtbar ist, erklären die Klinik-Mitarbeiter:innen seit Wochen. Unerträglich sei die Personalnot etwa auf der Intensivstation, auf der sie arbeite, sagt die onkologische Fachkrankenschwester Rita Gottschling. Die 42-Jährige sitzt vor dem Streikzelt neben dem Haupteingang des Klinikums Essen. „Wenn wir nicht einmal mehr Sterbenden beistehen können, ist das Psychoterror“, sagt Gottschling.
Doch vom Burn-out bedroht sind nicht nur Pflegekräfte und Therapeut:innen. „Die Kolleg:innen im Service, die Essen verteilen, Material auffüllen, Betten beziehen, kämpfen um jede einzelne Minute“, sagt Berna Kocak, die seit 26 Jahren als Reinigungskraft im Klinikum Essen arbeitet und als Mitglied der 70-köpfigen Tarifkommission für bessere Arbeitsbedingungen kämpft.
Den Klinikleitungen schien ein längerer Arbeitskampf offenbar unvorstellbar. Zwar hatten die Beschäftigten ihnen schon im Januar ein 100-Tage-Ultimatum gestellt, zwar hatte die Gewerkschaft Verdi schon im April zu Warnstreiks aufgerufen. Dennoch war die Arbeitgeberseite erst am 16. Streiktag überhaupt zu Gesprächen bereit.
Erst am Donnerstag, 36 Tage nach Streikbeginn, haben die Klinik-Vorstände ein erstes, enttäuschendes Angebot vorgelegt. Verbesserungen soll es demnach nur für Mitarbeiter:innen geben, die unmittelbar am Bett pflegen. Über das „Pflegestärkungsgesetz“ des einstigen CDU-Bundesgesundheitsministers Jens Spahn können diese „bettennahen“ Stellen refinanziert werden – mehr Personal am Bett ist für die Kliniken also kostenneutral umsetzbar.
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